Die drei Bausteine der Klimaneutralität
Seit Jahrzehnten erwärmt sich das Klima – mit gravierenden Folgen. Eine der Hauptursachen für den Klimawandel ist CO2. Es entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Erdgas. Aber auch die Zerstörung von Wäldern trägt einen erheblichen Teil zum globalen CO2-Ausstoß bei. Gelangt zu viel CO2 in die Atmosphäre, wird der sogenannte Treibhauseffekt verstärkt, der die Atomsphäre aufheizt.
Um dieser Entwicklung entgegenzusteuern, gibt es drei wesentliche Ansatzpunkte: CO2-Vermeidung, CO2-Reduktion und CO2-Kompensation. Letzteres findet oft noch zu wenig Beachtung. Klar ist: Die Möglichkeit, CO2-Emissionen auszugleichen, schmälert nicht die Notwendigkeit, CO2 einzusparen. Aber manche CO2-Emissionen sind unvermeidbar – die Kanzlerin kann beispielsweise kaum mit dem Fahrrad nach Durban fahren. In solchen Fällen ist die CO2-Kompensation ein notwendiges und äußerst wichtiges Instrument im Kampf gegen die Klimakrise.
Vermeidung
CO2-Vermeidung
Am besten ist es, wenn CO2-Emissionen gar nicht erst entstehen. Das ist im täglichen Leben aber oft schwer zu erreichen – fast alles, was wir tun verursacht direkt oder indirekt CO2. Eine einfache und praktikable Möglichkeit ist die Entscheidung für Ökostrom. Dadurch wird – im Vergleich zum durchschnittlichen Strom-Mix in Deutschland – fast ein halbes Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde vermieden. In einem Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 kWh ergibt das immerhin ca. 1,5 Tonnen CO2 pro Jahr. Und das, ohne auf den gewohnten Komfort verzichten zu müssen. Für uns als Energieversorger heißt das, wir wollen immer mehr Kunden von Ökostrom überzeugen und gleichzeitig unseren Beitrag dazu leisten, dass die Energiewende – hin zu erneuerbaren Energien – möglichst schnell gelingt. Deshalb investieren wir gemeinsam mit unserer Muttergesellschaft HEAG Südhessische Energie AG (HSE) bis 2015 rund eine Milliarde Euro in den Ausbau der Erzeugungskapazitäten für regenerative Energie.
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Reduktion
CO2-Reduktion
Es gibt viele Möglichkeiten, CO2 zu sparen. Oft können schon kleine Verhaltensänderungen im täglichen Leben einen großen Unterschied machen. Dazu gehört zum Beispiel die Wahl der Verkehrsmittel. Eine Zugfahrt ist wesentlich klimafreundlicher als ein Kurzstreckenflug, öffentliche Verkehrsmittel verursachen weniger CO2 als der eigene PKW und auch bei Wahl des Auto-Modells lohnt es sich, auf die Emissions-Werte zu achten.
Aber der wahrscheinlich wichtigste Bereich der CO2-Reduktion liegt in unserem Umgang mit Energie. Gut ein Viertel des deutschen Energieverbrauchs geht auf die Privathaushalte zurück. Und hier sind die Spar-Potenziale enorm: je nach Gebäude können z.B. bei der Heizenergie bis zu 70% gespart werden. Möglich wird das vor allem durch optimale Dämmung und moderne, effiziente Heiztechnik. Um Strom zu sparen, ist die Wahl von sparsamen Elektrogeräten und Leuchtmitteln wichtig.
Als Energieversorger, der Verantwortung für den Klimaschutz übernimmt, sehen wir es als wichtigen Teil unserer Aufgabe an, unsere Kunden beim Energiesparen zu unterstützen.
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Kompensation
CO2-Ausgleich durch Waldschutz und Aufforstung
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, unvermeidbare CO2-Emissionen auszugleichen. Die sogenannten „Tech-Offsets“ setzen auf technische Lösungen: Dadurch werden Anlagen finanziert, die an anderer Stelle die Entstehung von CO2 vermeiden – beispielsweise Wind- und Wasserkraftprojekte in Indien oder China.
Aber es gibt auch Lösungen, die uns die Natur an die Hand gibt: Bäume gehören zu den effektivsten natürlichen Kohlenstoffdioxidspeichern. Sie nehmen CO2 aus der Luft und H2O aus dem Boden auf. Daraus bildet sich Sauerstoff (O2), der an die Luft abgegeben wird, sowie Kohlenstoff. Dieser Kohlenstoff wird in der Biomasse fixiert. Laut UNEP, dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, sind weltweit etwa 283 Milliarden Tonnen Kohlenstoff allein in der Biomasse der Wälder gebunden. Der Verlust von Waldflächen trägt einen erheblichen Teil zum globalen CO2-Problem bei.
Unter anderem deswegen haben wir von ENTEGA uns für Waldschutz und Aufforstung als Mittel zum CO2-Ausgleich entschieden. Dafür initiiert, entwickelt und betreut unsere Schwestergesellschaft Forest Carbon Group AG weltweit langfristig angelegte Projekte, derzeit hauptsächlich in Kanada und Neuseeland. In Planung sind außerdem Projekte in afrikanischen Ländern. Wo auf der Welt CO2 absorbiert wird, spielt keine Rolle, die zu hohe CO2-Konzentration in der Atmosphäre ist ein globales Problem.
Die Projekte der Forest Carbon Group haben über den Klimaschutz-Aspekt hinaus auch noch einen zusätzlichen Nutzen: Es werden keine Baum-Plantagen angelegt, sondern funktionierende Wald-Ökosysteme wiederhergestellt, die auch dem Erhalt der natürlichen Artenvielfalt dienen.
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Wo stehen die Kanzlerinnen-Bäume?
Waldprojekte in Kanada
Die Bäume, mit denen das von der Bundeskanzlerin im Jahr 2011 verursachte CO2 ausgeglichen wird, stammen aus kanadischen Waldprojekten der Forest Carbon Group:
Aufforstung: Communitiy Ecosystem Restoration Program (CERP)
In Zusammenarbeit mit den örtlichen Kommunen wird in der Nähe von Vancouver ein
durch Besiedlung und Landwirtschaft verlorengegangenes Wald-Ökosystem wiederhergestellt.
Dadurch wird auch zur Renaturierung eines Flusslaufs beigetragen. Die Projektlaufzeit
ist auf 100 Jahre angelegt. Mehr dazu hier.
Waldschutz: Denman Island Forest Carbon Project
Das Waldschutzprojekt auf Denman Island vor der Küste von British Columbia erhält
dauerhaft das bedrohte Ökosystem der küstennahen Douglasie. Hier stehen 750 Hektar
Land unter Naturschutz, wodurch auch der Lebensraum für bedrohte Tierarten erhalten
bleibt. Mehr dazu hier.
Die Voraussetzungen für eine möglichst hohe Bindung von CO2 sind im Westen Kanadas besonders günstig. Unter anderem das lokale Klima und die Bodenqualität sorgen für sehr gute Wachstumsbedingungen. Auch die Bäume, die den CO2-Ausgleich für das klimaneutrale Erdgas von ENTEGA gewährleisten, wachsen im CERP Projekt.
