Prima Klima Kanzlerin

Ein Fallbeispiel für aktiven Klimaschutz

Auch wenn Sie es vielleicht noch gar nicht weiß – rechtzeitig zur Klimakonferenz in Durban gibt es für unsere Bundeskanzlerin Grund zur Freude:

Angela Merkel hat eine ausgeglichene CO2-Bilanz.

Geschätzte 445 Tonnen CO2 hat unsere Bundeskanzlerin 2011 verursacht, hauptsächlich durch ihre Dienstreisen. Mit Hilfe von Waldprojekten im Westen Kanadas haben wir diese Emissionen jetzt ausgeglichen.

Am Beispiel der Kanzlerin wollen wir hier zeigen, wodurch und wie viel CO2-Emissionen im Alltag entstehen. Ein CO2-Rechner bietet außerdem die Möglichkeit, die eigene CO2-Bilanz festzustellen. Dazu kommen Hinweise, wie sie auf einfache Weise verbessert werden kann, und die Möglichkeit, die Bilanz auszugleichen.

Wie es dazu kam

Das Thema Klimaschutz braucht die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit

Die fortschreitende Klimaerwärmung ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Dementsprechend braucht das Thema dringend die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit. Die Bundeskanzlerin wurde hier als prominentes Beispiel herangezogen, um zu verdeutlichen: jeder einzelne von uns trägt Verantwortung für den Klimaschutz – und kann dieser Verantwortung auch gerecht werden.

Gleichzeitig soll ein Klimaschutz-Instrument in den Fokus gerückt werden, das bisher oft vernachlässigt wurde: der Ausgleich unvermeidbarer CO2-Emissionen. Diese Möglichkeit schmälert zwar nicht die Notwendigkeit, CO2 einzusparen, ist aber als Mittel im Kampf gegen die Klimakrise unverzichtbar.

Bei unserer Regierung gab es 2011 in dieser Hinsicht einen Rückschritt: 2007 wurde beschlossen, die Dienstreisen der Mitglieder und Beschäftigten der Bundesregierung klimaneutral zu stellen. Die Mittel dafür wurden Ende 2010 um die Hälfte gekürzt. Damit können nur die Reisen von 2007 bis 2009 kompensiert werden. Für 2010 und 2011 erlaubt das Budget keinen CO2-Ausgleich mehr (vgl. Antwort auf eine Anfrage der Grünen vom 20. Juni 2011).

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Wir sind Angela

Jeder einzelne trägt Verantwortung für den Klimaschutz

Die Bundeskanzlerin steht hier stellvertretend für jeden Bürger des Staates, den sie regiert. Und sie ist ein gutes Beispiel: Durch ihr Verhalten in der Vergangenheit hat sie gezeigt, dass ihr die Dringlichkeit, gegen das CO2-Problem vorzugehen, sehr wohl bewusst ist. Dennoch haben andere wichtige Ereignisse, wie zum Beispiel die Finanzkrise von 2008, das Thema Klimaschutz immer wieder in den Hintergrund gedrängt.

So geht es der Kanzlerin wohl nicht anders als uns allen: kaum jemand würde bestreiten, dass es notwendig ist, etwas gegen die Klimaerwärmung zu unternehmen. Nur wenn es ums konkrete Handeln geht, kommt uns meistens etwas dazwischen...

Durchschnittlich 11 Tonnen ist die CO2-Last schwer, die jeder Deutsche auf den Schultern trägt. Nur etwa zwei bis drei Tonnen pro Kopf dürften es hingegen sein, rechnen Experten vor, um die globale Erwärmung bis 2050 unter zwei Grad Celsius zu halten. Diese Marke darf nicht überschritten werden, wenn die Folgen des Klimawandels einigermaßen beherrschbar bleiben sollen.

Um dieses Ziel zu erreichen, bedarf es einer enormen gemeinsamen Anstrengung. Es reicht nicht, sich auf die Politik zu verlassen und darauf zu hoffen, dass es irgendwer schon richten wird. Vielmehr ist jedes Unternehmen, jeder Haushalt und letztlich jeder einzelne gefragt, einen Beitrag zu leisten. Klimaschutz muss zu einer persönlichen Angelegenheit werden.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin ist es, sich mit der eigenen CO2-Bilanz auseinanderzusetzen, sie zu verbessern und vielleicht sogar auszugleichen. Diese Möglichkeit bietet der hier zur Verfügung gestellte CO2-Rechner.

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Wer im Glashaus sitzt...

Warum ausgerechnet ein Energieversorger sich für Klimaneutralität einsetzt

Laut Umweltbundesamt geht knapp die Hälfte der CO2-Emissionen in Deutschland auf das Konto des Energiesektors. Als Energieversorger tragen wir von ENTEGA damit eine besondere Verantwortung für den Klimaschutz – und haben uns deshalb vorgenommen, eine massenmarktfähige klimaneutrale Energieversorgung zu ermöglichen.

Durch den zunehmenden Vertrieb von Ökostrom und Investitionen in erneuerbare Energie tragen wir dazu bei, CO2 gar nicht erst entstehen zu lassen. Gleichzeitig gibt es aber Emissionen, die wir nicht vermeiden können. Vor allem bei der Versorgung unserer Kunden mit Heizenergie können wir momentan noch nicht auf Erdgas verzichten.

Um diesen Widerspruch auflösen zu können, haben wir 2009 das Produkt „klimaneutrales Erdgas“ entwickelt. Die Menge an CO2, die bei Förderung, Transport und Verbrennung des Erdgases unweigerlich entsteht, wird durch das Aufforsten und den Schutz von Wäldern ausgeglichen. Der Wald wird dabei als natürlicher Kohlenstoffspeicher genutzt – durch verhinderte Rodung bleibt der Speicher erhalten, durch das Pflanzen von zusätzlichen Bäumen wird er erweitert.

Nach dem gleichen Prinzip haben wir jetzt die Bundeskanzlerin klimaneutral gestellt. Für uns ein logischer Schritt auf dem Weg, die Möglichkeit der Klimaneutralität ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit zu bringen. Und uns gleichzeitig als Unternehmen weiterzuentwickeln: auf lange Sicht wollen wir unseren Kunden nicht nur klimaneutrale Energie liefern, sondern ihnen als Klimadienstleister eine insgesamt ausgeglichene CO2-Bilanz ermöglichen.

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Berechnungs-grundlage

Die Basis für die Berechnung der CO2-Bilanz der Bundeskanzlerin bildete ihr Terminkalender, hier einsehbar, sowie öffentlich zugängliche Quellen zu den für die Ermittlung eines CO2-Fußabdrucks relevanten Lebensbereichen: z.B. zu den dienstlich genutzten Verkehrsmitteln (u.a. durch die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung), privaten Wohnverhältnissen, etc.

In einigen Bereichen, in denen keine genauen Informationen recherchiert werden konnten, wurden Annahmen für die Berechnung zugrunde gelegt, die sich am Bundesdurchschnitt orientieren. Hierzu zählen z.B. der private Strom- und Heizverbrauch der Bundeskanzlerin sowie das Konsumverhalten.

Zur Berechnung der CO2-Bilanz der Bundeskanzlerin für den Zeitraum von 01.01.2011 bis 31.10.2011 wurden die Emissionsfaktoren von PE International zur Berechnung der Flugemissionen herangezogen sowie der unter www.klimaktiv.de zur Verfügung stehende CO2-Rechner für die restlichen Lebensbereiche (Zuhause, Unterwegs exkl. Flugverkehr, Ernährung und Konsum).

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